Stan David Ligoń

sowa magazyn europejski

Occupy vor Weihnachten/ oburzeni przed choinką 2011 ‚ Oct.15

8.12.2011 Liebe Interessierte an “Echter Demokratie Jetzt” oder auch “Occupy”,

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hier viele Einblicke und Ausblicke der letzten Wochen: Worte und Medienstücke ausgewählt über empörte Menschen und von engagierten Menschen weltweit. Das meiste an Bewegung läuft heute (in den Medien) unter dem Namen “Occupy”, auch wenn es in Deutschland Menschen gibt, die sich unter dem Namen “Echte Demokratie Jetzt” bzw. “15M”  (also spanisch inspiriert) zusammenfinden. So ist auch in diesem Newsletter inzwischen viel und vor allem von “Occupy” die Rede als Name für die weltweite Bewegung.

Und je nachdem an welchen Körperteil dieses riesigen Elefanten “Occupy” eine Beobachterin gerade gerät, bemerkt sie eher abstoßendes, mutmachendes, menschliches, begeisterndes oder auch ernüchterndes – abhängig auch immer davon, wie man sowieso zu diesem “Elefanten” steht, ob man ihn mag oder nicht – mit der Bewegung sympathisiert oder nicht. Objektivität dazu ist dieser Tage nicht zu erwarten – zu viel steht wohl auf dem Spiel, auch angesichts der immer anhaltenden Krise und der großen Hoffnungen und Befürchtungen, welche die Bewegung wachruft.
Inzwischen wird auch im Fernsehen offen darüber diskutiert, was im Fall eines Finanzcrashs wohl zu machen sei:  “Wenn der Finanz-Crash kommt – was dann?” (1:20h im orf).

—-Geschichte wird gemacht – oder: Viele bewegt, wenig bewirkt—-

Schafft sich das gegenwärtige System, nennen wir es Kapitalismus, Neo-Liberalismus oder sonstwie, im Moment selbst ab?
Was macht die Bewegung weltweit nach den vielen Räumungen der Camps?
Geschichte wird gemacht – Die Occupy Bewegung titelt die ARD
über die erste global vernetzte Protestbewegung in einer sehr sehenswerten 7-Minuten-Dokumentation und endet auf  “Eine Camp kann man räumen, eine Idee nicht.”

Wer noch mehr zum Stand der Bewegung hören will, kann den Beitrag im Deutschlandradio Was von Occupy bleibt (10min, 8.12.11) oder Ein Protest zum Liebhaben im SWR (7.12.11, 15 min) hören. Im letzteren wird übrigens von Zustimmungsraten in Deutschland für die Occupy-Bewegung von über 80% in der Bevölkerung berichtet.

Viele bewegt, wenig bewirkt schrieb hingegen die Süddeutsche, die das übliche Fazit zieht, dass es kein Programm und keine klaren Ziele gibt, zudem einfach “Wirrköpfe und Verschwörungstheoretiker” zusammenkommen …

Wie gesagt, es kommt darauf an, wer warum wo hinschaut, welche Brille dabei getragen wird, ob Journalisten (und ihre Arbeitgeber) mit der Bewegung sympathisieren oder nicht, ob sie politisch-lösungsorientiert schauen (Stichwort: keine Forderung) oder etwa eine geistig-moralische rEvolution in der Bewegung wahrnehmen.

—-Räumung hautnah —–

Occupy Wall Street und viele andere Camps in den USA, London und anderen Orten wurden geräumt. Was Räumung bedeutet, auch aus der Perspektive von beteiligten Menschen, zeigt der Film “Picking Up The Pieces”:

—-Feiern—–

Occupy Wall Street feierte am 17.11. sein 2-monatiges Bestehen mit einer Videoprojektion  “Another World is Possible”

—-2011: Das Jahr der weltweiten Empörung—-

Arte lädt ein zum Eintauchen (“Die Empörten” zum Überblick): “Begegnung mit einer spontanen Generation, die sich gegen Ungerechtigkeit auflehnt.”
Einige Höhepunkte daraus:

Interview mit Stéphane Hessel: “Es reicht nicht, sich nur zu empören.”

Spanien: “Besetzung des öffentlichen Raums. Das Zeltlager ist verschwunden, der Platz an der Puerta del Sol leer. Aber die Empörten sind überall: auf Plätzen, auf Straßen, in Parks. Sie besetzen den öffentlichen Raum und erheben ihre Stimmen. Noch immer sind sie mobilisiert und führen die angestoßenen Debatten fort. Eine Bürgerbewegung ist geboren.”

Israel: “Die Leader der Empörten: Alle in Israel hat der soziale Aufstand im Sommer überrascht. Fast zwei Monate lang stand das ganze Land Kopf. Es gab Zeltlager, riesige Demonstrationszüge, wie sie das Land noch nie gesehen hatte – alles aus Protest gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Die Zeltlager sind verschwunden, aber die Forderungen sind nicht vom Tisch. Die Entschlossensten unter den Empörten versuchen, der Mobilisierung frischen Wind zu geben. Eine Reportage aus Tel Aviv und Jerusalem.”

Frankreich: Was Hugo empört, ist die Wirtschaft

Griechenland: “Die Wut der griechischen “Empörten”: In Griechenland ist die Bevölkerung längst schon viel mehr als empört. Hier spricht man eher von blinder Wut und Zorn. Die Bewegungen sind militanter als in anderen europäischen Ländern. Wir haben einen Tag mit einer Gruppe mutiger Frauen verbracht – mit empörten Müttern und Großmüttern, die auch die Gefahr und Gewalt der Demonstrationen in Kauf nehmen.”

Italien: Die Geburtsstunde der italienischen “Empörten” – Am 15. Oktober 2011, dem Welttag der Indignados, eskaliert die italienische Demonstration. Das Stadtzentrum mutiert zum Schlachtfeld. 70 Menschen werden verletzt, drei davon schwer. Angesichts der Brutalität beschließen die bis dato nicht sehr zahlreichen italienischen “Empörten”, auf eine friedlichere Form des Protests zu setzen.

Hier noch ein weiterer Jahresrückblick auf die Protestbewegungen 2011 mit dem Schlusssatz: “Die Welt ist 2011 nicht aus den Fugen, aber in Bewegung geraten.”

http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/vom-tahrir-platz-bis-zur-wall-street-1c591-51ca-23-942261.html

—-2011: Auch das Jahr des Pfeffersprays—-

Nun ist das Jahr 2011 nicht mehr nur das weltweite Jahr der Empörung, auch das Pfefferspray (Pfefferspray – Der neue Wasserwerfer / Auf Knopfdruck Schmerz) brachte es zu “Berühmtheit” – und sein umstrittener Einsatz durch die Polizei hatte auch Folgen für Polizisten und im Netz: Wie sich das Netz am Pfefferspray-Cop rächt

—-Hier ist Deutschland—-

Zwei Journalisten aus Hamburg, Ilona und Marek, waren Ende Oktober auf einer einwöchigen Rundreise durch das bewegte Deutschland und deren Camps, und filmten und berichteten von ihren Eindrücken in Hamburg, Berlin, Leipzig, Stuttgart, Frankfurt und Düsseldorf. Am 22.11. war Marek auch bei einer Podiumsveranstaltung in Hamburg dabei: Diskussion – was kann, was will, was soll die Occupy-Bewegung?

Blicke in das Camp in Frankfurt:

Zum Camp in Berlin:
Stoppt den Tanz des Geldes: Ein Nachmittag im Berliner Occupy-Camp in unmittelbarer Nähe des Regierungsviertels
Im Occupy-Camp überwintern (Drei Köpfe – eine Geschichte)

Und sonst in Deutschland? Wo steht die Bewegung hier? Die Frage kann man vielleicht auch umformulieren in: Wo stehst du?

—-Zum Schluss

… ein Zitat vom Dadaisten Hugo Ball von vor fast 100 Jahre aus einem aktuellen Ausstellungstext: „So stellten sich 1913 Welt und Gesellschaft dar: das Leben ist völlig verstrickt und gekettet. Eine Art Wirtschaftsfatalismus herrscht und weist jedem Einzelnen, mag er sich sträuben oder nicht, eine bestimmte Funktion damit ein Interesse und seinen Charakter an. (…) Die innigste Frage aber bei Tag und Nacht ist diese: Gibt es irgendwo eine Macht, stark und vor allem lebendig genug, diesen Zustand aufzuheben? Und wenn nicht: Wie entzieht man sich ihm.” (Hugo Ball, Die Flucht aus der Zeit, 1923)

Die kleine Ausstellung dazu gibt es bis Februar in Zürich im Cabaret Voltaire zu sehen: Dada New York II: TheRevolution to Smash Global Capitalism. Deren schönes Plakat bringt auch zum Ausdruck, wie sich politischer Protest gerade weiter entwickelt und das es vielleicht immer mehr eine neue “OrganisationsformR 21; in den Mittelpunkt gerät: “DU”

(Wer nicht weiß, wer die Yes Men sind und/oder mehr von denen und über die Lage der Welt sehen will -> “Die Yes-Men regeln die Welt” (arte-doku/83min).

Und jetzt was zu Weihnachten: Falls Ihr noch ein Weihnachtsgeschenk sucht – und/oder uns ein wenig unterstützen wollt: Wir haben im Netz einen Laden mit “Empört” und “Yes We Camp”-T-Shirts (hier zum Laden)…

Vorweihnachtliche Grüße aus Konstanz und ein fröhliches “Occupy Xmas”

Uli und Tom

===
http://www.echte-demokratie-jetzt.de
Ulrich Riebe + Thomas Stelling ===

John Pilger: OBYWATELSKIE NIEPOSŁUSZEŃSTWO. Julian Assange – OCT8 Antiwar Mass Assembly

sowa (») | 15. 10. | read: 135× | comments: 0

paix-liturgique/stop-the-war.jpg

Przemówienie Johna Pilger`a, wygłoszone 8. października podczas antywojennego protestu na Placu Trafalgar w Londynie: Dzisiaj , teraz gdy tu jesteśmy, Stany Zjednoczone, Brytania i Francja bombardują miasto w Libii o nazwie Sirte, gdzie jest około 100 tys. ludzi. Dzień i noc w prezydenckie budynki, przychodnie i szkoły uderzają bomby odłamkowe i pociski Hellfire (OgieńPiekielny) które nazywane są również bombami próżniowymi, to znaczy, że wysysają powietrze z twoich płuc. read on

http://sowa-frankfurt.podomatic.com/

http://sowa.quicksnake.net/?pg=2

 

Grudzień 10, 2011 - Posted by | kryzys, syjonizm, wojna

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